Technologiezentrum Leoben

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Kompetenzzentrum für Untersuchungsmethoden

Kompetenzzentrum für Untersuchungsmethoden
Ein weiterer wichtiger Bereich am Forschungs- und Entwicklungsstandort Leoben ist das Kompetenzzentrum für mineralogische, chemische und physikalische Untersuchungen, inklusive des Technikums und der Abteilung für Simulation und Modellierung.

Aufgaben
Sie umfassen Untersuchungen in den Bereichen Produktentwicklung und Qualitätssicherung, die fachliche Unterstützung der Bereiche Forschung & Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Produktion sowie die Beantwortung von konzernweit auftretenden Fragestellungen im Bereich Feuerfest.

Aufgabengebiete der Abteilung Mineralogie
Hier werden mineralogische Grundlagenstudien, mineralogische Detailuntersuchungen von bestehenden und neu entwickelten Rohstoffen und Produkten durchgeführt. Weitere Aufgaben umfassen Verschleißuntersuchungen an Ausbauproben und nach Testversuchen, Kristallgrößenbestimmungen, Schmelzpunktbestimmungen an Prüfkörpern und Pulvern sowie Untersuchungen von Probenanschliffen und Probenpräparationen. Die Mineralogieabteilung ist zudem verantwortlich für die Erstellung von Forschungsberichten im Zuge von Kundenreklamationen

Analysemethoden: Auflicht-, Erhitzungs- und Rasterelektronenmikroskopie.

Aufgabengebiete der Abteilung Chemie
Sie beinhalten die Bestimmung chemischer und physikalisch-chemischer Kenngrößen von Rohstoffen, Bindemitteln, Fertigprodukten, Ausbauproben, Schlacken und Umweltproben. Rechtliche Verantwortlichkeiten sind die zentrale Erstellung und Verwaltung von Sicherheitsdatenblättern des gesamten Produktportfolios und die Beobachtung und Umsetzung von Änderungen im Bereich Umwelt-, Abfall- und Chemikaliengesetzgebung.

Analysemethoden: Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA), Röntgen-Beugungs-Analyse (XRD), induktiv gekoppeltes Plasma (ICP), photometrische und elektrochemische Analysemethoden, Kohlenstoff- und Schwefel-Analysatoren („LECO“) sowie Rheometer zur Viskositätsbestimmung.

Aufgabengebiete der Abteilung Physik
Hauptaufgaben umfassen Materialprüfungen an bestehenden und neuen Produkten und Unterstützung bei der Entwicklung neuer Roh- und Werkstoffe durch die Entwicklung geeigneter Messmethoden. Prüfungen der Bruchmechanik wie die Simulation von Rissbildungen mittels Keilspalttest sind ein Beispiel.

Materialprüfungen: Porosität – Porengröße, Porenvolumen, Gasdurchlässigkeit - Festigkeit bis 1700 °C– Druck- und Biegefestigkeit, Bruchenergie, Druckfließen - thermoelastische Eigenschaften bis 1500 °C – Wärmedehnung, Elastizitätsmodul, stationäre und transiente Wärmeleitfähigkeit –Chemischer (Korrosion) und mechanischer (Abrasion) Materialverschleiß werden ebenfalls bestimmt.

Aufgabengebiete des Technikums
In diesem Bereich steht die Unterstützung aller übrigen Abteilungen bei der Entwicklung neuer, innovativer Test- und Prüfmethoden, die Produktion von Prototypen, die Umsetzung von Verschleißtests und –studien, Tests an Ausgangsmaterialien und Produkten, Materialtests unter realen Einsatzbedingungen und die Rohstoff-Synthese jenseits von 2000 °C im Vordergrund.

Aufgabengebiete der Abteilung für Simulation und Modellierung
Numerische Simulationsmethoden für Strömungsberechnungen, Finite Elemente-Analysen und Untersuchungen der chemischen Thermodynamik helfen den Entwicklungsaufwand für neue Produkte durch eine gute Vorhersage des zu erwartenden Produktverhaltens unter bestimmten Einsatzbedingungen zu minimieren.  Die Simulation/Modellierung bearbeitet Fragestellungen zu den Themen Thermo- und Strömungsmechanik mithilfe von unterschiedlichen Softwarepaketen.