Spatenstich für das erste Werk in Brasilien
16.09.11
Investment von EUR 85 Mio. in das Feuerfestwerk im Bundesstaat Rio de Janeiro
RHI AG, Weltmarktführer für Feuerfestprodukte, startet den Spatenstich für das erste Werk in Brasilien. Die Investitionssumme beläuft sich auf EUR 85 Mio. Mit dem Werk werden ca. 200 neue Arbeitsplätze und insgesamt 400 indirekte Arbeitsplätze im Industriebezirk von Queimados, ca. 50 km außerhalb von der Stadt Rio de Janeiro, geschaffen. Der Start der Produktion ist für das dritte Quartal 2013 geplant.
Brasilien ist ein wichtiger Bestandteil der BRIC-Wachstumsstrategie der RHI AG und mit dem neuen Werk soll die wachsende brasilianische Stahlindustrie aber auch andere Märkte in Südamerika versorgt werden. Der neue Standort wird als Hub für die gesamten südamerikanischen Geschäfte von RHI dienen und wurde aufgrund der strategisch vorteilhaften Lage gewählt: in der direkten Nähe der wichtigsten Kunden wie ThyssenKrupp CSA, ArcelorMittal an der Autobahn zwischen Rio de Janeiro und Sao Paulo, nur 30 km vom Industriehafen und rund 40 km zum Frachtflughafen entfernt. Das Werk wird über eine verbaute Fläche von 120.000 m2 verfügen.
“Das ist der erste Schritt in Südamerika in Hinblick auf unsere Wachstumsstragie in den BRIC-Staaten. Durch die Nähe zu unseren Kunden – vor allem in der Stahlindustrie - können wir diese besser versorgen, nicht nur in Brasilien sondern auch in anderen lateinamerikanischen Märkten“, sagt Franz Struzl, CEO RHI AG. „Wir wollen durch die Kundennähe von dem enormen Wachstum der brasilianischen Stahlindustrie profitieren“ ergänzt Struzl.
Der Staat Rio de Janeiro ist industriell sehr hoch entwickelt und RHI wird mit neuen, lokalen Arbeitsplätzen weiter zu dieser positiven Entwicklung beitragen.
Der Gouverneur des Staates Rio de Janeiro, Sérgio Cabral, will seinen Bundesstaat als führenden in der brasilianischen Stahlindustrie ausbauen. Er rechnet mit Investitionen von rund R$ 18 Mrd. (rd. EUR 7,6 Mrd.) in diesem Sektor in den nächsten Jahren. Zusätzlich plant ThyssenKrupp, CSA, das erst 2009 sein 5 Mio. Tonnen Stahlwerk in der Nähe des geplanten Werkes Betrieb nahm, zwei weitere Werke ähnlichen Ausmaßes in der Nähe.
Der Bürgermeister von Queimados, Max Lemos, hob die zusätzlichen lokalen Arbeitsplätze und Möglichkeiten, die durch dieses neue Werk geschaffen werden, hervor.
Produktion
Das neue Werk hat eine Kapazität von 60.000 Tonnen feuerfeste Steine und Massen. Rund die Hälfte ist für den brasilianischen Markt vorgesehen und der Rest für den gesamten lateinamerikanischen Raum. 2010 erwirtschaftete RHI AG in Südamerika rund 7 % seines Gesamtumsatzes und RHI will diesen Anteil deutlich steigern. Derzeit beschäftigt RHI rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf und Service am Service-Standort Belo Horizonte.
Feuerfeste Produkte sind für das industrielle Wachstum in Brasilien sehr wichtig, denn ohne feuerfeste Produkte können kein Stahl, Glas, Zement, Nichteisenmetalle, etc. hergestellt werden. Brasilien ist einer der Schwerpunktländer für RHI, derzeit verfügt RHI über einen Marktanteil in Brasilien im Stahlgeschäft von rd. 15 %. Kunden sind z.B. ArcelorMittal, CSN, Grupo Gerdau, ThyssenKrupp CSA, Usiminas.